Auch wenn er ein wenig in Vergessenheit geraten ist: Der Granatapfel (punica granatum) ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Er gilt seit jeher als Gesundheits-Multitalent und wird auch „Frucht des Lebens“ genannt.

Nicht nur für uns Menschen ist der Granatapfel gesundheitsfördernd, auch für unsere Pferde hat er wertvolle Wirkungen.

Als wissenschaftlich erwiesen gilt, dass sein hohes antioxidatives Potenzial bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Osteoporose oder chronischen Entzündungsprozessen hilft. Bei Pferden zählen dazu Hufrehe, Hufrollenentzündung, Hufgeschwür und viele andere entzündliche Prozesse im Körper des Pferdes, bei denen man mit Granatapfel unterstützend vorbeugen kann.

Gesundheitsförderliche Wirkung für Mensch und Pferd

Zu den gesundheitsförderlichen Eigenschaften des Granatapfels, so die Wissenschaftler, gehört der hohe Gehalt an sogenannten Polyphenolen, wie z. B. von Punicalagin, Ellagitannin oder Ellagsäure. Die antioxidative Wirkung von Granatäpfeln liegt etwa um das 3-10fache über der von Blaubeeren oder Grüntee.

Den Wirkstoff Punicaalgin entdeckten Forscher erst kürzlich in den Granatapfelkernen. In natürlicher Form wurde Punicaalgin bisher nur im Granatapfel nachgewiesen. Ihm wird eine vorbeugende und therapeutische Wirkung gegen die Verkalkung der Schlagadern – also der Arteriosklerose – zugeschrieben.

Die Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die aggressive freie Radikale im Körper unschädlich machen. Freie Radikale entstehen überall im Körper und gehören zum normalen Lebensprozess. Die Polyphenole des Granatapfels dienen als Radikalfänger und können eine oxidationshemmende Wirkung im Zellinnern ausüben, indem sie die DNA des Zellkerns schützen und so das Altern der Zellen, Krebsleiden, Herz- und Kreislaufkrankheiten sowie entzündliche Krankheiten begrenzen können. Polyphenole wirken zudem blutdrucksenkend, stimulieren das Immunsystem, senken zu hohe Werte des „bösen“ LDL-Cholesterins und schützen die Blutgefäße vor Verkalkung, um nur einige positive Auswirkungen zu nennen.

Es gibt auch wissenschaftliche Studien, die eine Hemmung des Wachstums von Krebszellen im Darm aufzeigen. Der Granatapfel ist insgesamt sehr gesundheitsfördernd für den Verdauungstrakt. Das ist gerade beim Pferd mit seinem sensiblen Verdauungssystem extrem wichtig.

Weitere positive Wirkungen des Granatapfels beruhen auf seinem hohen Gehalt an Kalium, das an den physiologischen Prozessen in jeder einzelnen Zelle beteiligt ist.

Ebenfalls enthalten sind das immunsystemstärkende Vitamin C, das Knochenmineral Calcium und das blutbildene Spurenelement Eisen.

Den Anthocyanen des Granatapfels wird eine positive Wirkung auf die Verbesserung der Sehvorgänge zugeschrieben und sie sollen außerdem entzündungshemmend und gefäßschützend wirken.

Es wird angenommen, dass es die Kombination aus den unterschiedlichen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen ist, welche die Granatapfelsamen so wertvoll machen. In über 250 wissenschaftlichen Studien wurden positive Wirkungen des Granatapfels nachgewiesen, unter anderem bei Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs und Arthritis.

Pferde richtig füttern mit Granatapfel

Pferde lieben Granatäpfel. Ihn gibt es auch als Saft oder Pulver, aber wenn du kannst, solltest du so oft wie möglich frische Kerne verfüttern. Bio ist natürlich am besten.

Auch wir Menschen lieben die Kerne, im Nachttisch, zu Wild oder einfach über den Salat gestreut. Lecker.

Wichtig ist, den Granatapfel in Maßen zu füttern. Bei der Dosierung am besten vom Tierarzt beraten lassen, der dein Pferd betreut.

Das Anfüttern der Pferde mit Granatapfel soll langsam geschehen, erst allmählich steigern. Der Pferdedarm muss sich an die neuen Inhaltsstoffe gewöhnen.

Pferde können die ganze Frucht essen, dann entfaltet sich die beste Wirkung vollends, aber manche Pferde mögen die bittere Schale nicht.

Die roten Kerne, die Samen, können zwar gegessen werden, ohne dass sie vorher ausgepresst werden, ich persönlich löse die fleischig ummantelten Samen aber durch eine bestimmte Klopftechnik aus. Wie das geht, zeige ich Euch hier im Video: Granatapfel-Kerne auslösen. Ist ganz einfach und dauert nur Sekunden.

Die Trennwände zwischen den einzelnen Kammern sollten entfernt werden, denn diese schmecken bitter und beeinträchtigen den eher süß-sauren Geschmack der Kerne und des Saftes. Darum spucken Pferde, wenn sie in den ganzen Granatapfel beißen, häufig die Schale auch wieder aus. Daher am besten kurz auslösen und das gehaltvolle Innere verfüttern.

Wenn du mehr über Granatäpfel wissen willst, folge mir auf Instagram. Auf #andreakutschofficial zeige ich dir ein paar Videos, wie du die Granatapfelkerne gut auslösen und an dein Pferd verfüttern kannst. An dich selbst natürlich auch 😉

Ich poste regelmässig verschiedene Videos in meiner Instagram Story, also einfach kostenlos abonnieren und folgen.

Der Granatapfel im Fazit:
Gesund und entzündungshemmend, krankheitsvorbeugend und eine großartige Hilfe bei entzündlichen Prozessen beim Pferd und beim Menschen: die neueren ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse machen die Frucht zu einem wertvollen Nahrungsmittel und im weitesten Sinne sogar zu einem Heilmittel.


 

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