Wenn wir älter werden, geht es uns oft mental nicht gut. Körperliche Beschwerden, auch verbunden mit Bewegungseinschränkungen, der nahe Tod, der Verlust von Freunden – all das trägt dazu bei, dass die menschliche Psyche in der dritten Lebenshälfte auch an den schönsten Sommertagen manchmal eben nicht jubiliert und wir schneller down sind. Geht es unseren Pferden womöglich genauso?

Wohlbefinden ist keine Altersfrage

„Mir ist keine Studie bekannt, die sich mit Fokus auf alte Pferde mit dem Verlust von dem befasst, was wir Menschen als Glück und Freude von Tieren interpretieren“, so Sue McDonnell. Die Behavioristin und Gründerin des Programms zum Studium des Pferdeverhaltens am pferdemedizinischen Institut der Universität von Pennsylvania kann jedoch in dieser Frage auf einen reichhaltigen und tiefgreifenden Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Ihre Beobachtung: Das Verhalten von gesunden Pferden, die sich physisch und in ihrem Umfeld wohl fühlen sowie in einen Sozialverband integriert sind, weist keinerlei mit dem Alter korrelierende Unterschiede auf. Veränderungen machen sich vielmehr dann bemerkbar, wenn eine oder mehrere dieser Komponenten, das physische und /oder das psychische Wohlbefinden, angegriffen wird – das unabhängig von Alter.

Physische Faktoren klären

Zeigt ein alterndes Pferd Anzeichen von Unwohlsein, hat das weniger mit mentalen Faktoren zu tun, als mit altersbedingt beginnenden physischen Beschwerden oder auch mit Störfaktoren in der Umgebung. In diesem Fall rät die Expertin dazu, einen Veterinär zu Rate zu ziehen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Leider sei es oft so, dass die aufgrund altersbedingter Erkrankungen zu verabreichenden Medikamente nicht ohne Nebenwirkungen sind – gerade wenn sie dauerhaft gegeben werden müssen. Das könne zu weiterem Unwohlsein führen.

Freunde verlieren tut weh

Eine weitere wichtige Maßnahme: Ein genaues Auge auf Veränderungen in der Umgebung zu werfen – etwa auf neue Lärmquellen oder auch neue Strukturen im Sozialverband. Denn in einem Punkt, so hat McDonnell beobachtet, geht es den Tieren dann doch wie den Menschen: Der Verlust von langjährigen, vertrauten Weggefährten, wie er mit steigendem Alter eben doch häufiger vorkommt, setzt einem Pferd zu, auch wenn neue, evtl. jüngere Tiere in den Herdenverband kommen. Denn diese sind oft – auch auf Grund ihres jüngeren Alters – nicht kompatibel.

Wie Du mit alternden Pferden, mit langjährigen Weggefährten, am besten umgehst, zeigen auch die Kurse der AKA. Dort lernst Du nicht nur, was Dich erwartet, wenn Dein Tier älter wird, sondern auch, wie Du Deinem Pferd einen schönen Lebensabend beschert.


 

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